Presbyterium

Aufgaben und Tätigkeiten

Ein Presbyterium ist das gewählte Leitungsorgan einer evangelischen Kirchengemeinde im Rheinland. Pfarrerinnen und Pfarrer, Presbyterinnen und Presbyter (ehrenamtlich) und gewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gleichberechtigte Mitglieder dieses Leitungsorgans.

Das Presbyterium entscheidet über alle Angelegenheiten der Kirchengemeinde. Dazu gehören:

  • Gottesdienst
  • Kirchlicher Unterricht
  • Seelsorge und Diakonie
  • Personal
  • Gebäude
  • Finanzen
  • Ordnung und Verwaltung der Gemeinde

Mitglieder des Presbyteriums haben über Angelegenheiten, die ihrem Wesen nach vertraulich sind, dauernd Verschwiegenheit zu wahren.

 

Wahlen

Gewählt werden die Mitglieder des Presbyteriums von den Mitgliedern der Kirchengemeinde alle vier Jahre.

Wählen darf, wer am Wahltag konfirmiert oder mindestens 16 Jahre alt und im Wahlverzeichnis der Kirchengemeinde eingetragen ist.

Gewählt werden können nur Menschen, die Mitglied der Kirchengemeinde sind. Als Altersgrenzen gelten die Vollendung des 18. und 75. Lebensjahrs.

 

Unsere PresbyterInnen

Opladen

Susanne Blümel, Ilona Brand, Brigitte Dittrich, Manfred Fritsch, Dr. Rainer Gruber, Thomas Lübeck, Klaus Manz

Quettingen

Ute Drüke-Heinemann, Gerlinde Weyer, Michael Ziebell, Renate Zimmermann

Lützenkirchen

Bernd-Uwe Burgheim, Silvia Tamm, N. N., N. N.

Mitarbeitende

N. N., N.N.

 

Stichwort: Presbyter

Das Wort stammt aus dem Griechischen und wird mit „Älterer, Ältester" wiedergegeben. In der Antike diente es nicht nur als Altersbezeichnung, sondern auch als Titel für Amtsträger im politischen oder religiösen Bereich.

 

Stichwort: presbyterial-synodal

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist presbyterial-synodal verfasst (zusammengesetzt aus griechisch „Älterer, Ältester" und „gemeinsamer Weg", „Versammlung"). Der Ausdruck bezeichnet eine Grundentscheidung und birgt das Bekenntnis zu Jesus Christus, der allein seine Kirche leitet.

„Presbyterial-synodal" bedeutet, dass sich Kirche von unten, von der Gemeinde her aufbaut. Die Kirchengemeinden sind in Kirchenkreisen zusammengeschlossen und in der Landeskirche miteinander verbunden. Gemeinde- wie auch Kirchenleitung liegen auf allen Ebenen bei den gewählten Mitgliedern der Leitungsgremien und geschehen grundsätzlich in Gemeinschaft.

Die presbyterial-synodale Verfassung ist in ihrer genauen Umsetzung nicht mit demokratischen Prozessen zu verwechseln. Evangelische Christen sind nur an die Heilige Schrift und ihr Gewissen gebunden. So haben die gewählten Mitglieder der Leitungsgremien kein Mandat ihrer Wähler. Sie sind aber an die Gemeinschaft der Brüder und Schwestern gewiesen.

Das spiegelt sich in den Entscheidungsabläufen wider: Es geht nicht bloß um Mehrheiten, sondern auch um Einmütigkeit, die sich im Bemühen um innere Gemeinsamkeit zeigt. So sollen alle, die in der Kirche Verantwortung tragen, gemeinsam unterwegs sein zu dem, der sich „der Weg und die Wahrheit" nennt (Johannes 14,6).